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Wer die Wahl hat

Ja, wer kennt ihn nicht, diesen Spruch, mit der Wahl und der Qual. Als ich heute Morgen noch etwas verschlafen vor meinen Futternapf trat, wusste ich, es wird nicht besser. In meinem Napf war Trockenfutter. Ja und da hilft es mir wenig, wenn mir ein riesiger Text geboten wird, von wegen, dass es gutes Futter sei und doch auch nicht anders, als das Nassfutter, nur trocken und so gesund für meine Zähne und überhaupt. Ich hatte keine Wahl, ich musste mich entscheiden, entweder das oder gar nix. Ein harter Arbeitstag ohne Futter, kaum zum Aushalten. Also wählte ich das kleinere Übel. Gestern erging es mir nicht besser. All dieser Regen und auch hier hatte ich die Qual der Wahl- ungeliebter Regenmantel oder Regen auf nasser Hundehaut. Das kleinere Übel war augenscheinlich der Mantel, auch wenn es sich in diesem Moment anders anfühlte. Und dann ist mir bei all diesem Quälen vom Wählen noch eingefallen, wie ich im Sommer auf der Brücke über die Oker schreite und direkt vor meinen Füßen ein Eishörnchen mit angeschmolzenen rauslaufenden Eis erblicke. Ich wusste, es gibt Ärger, wenn ich mich erwischen lasse, so entschied ich mich für das kleinere Übel. Und wo ich gerade mein schlechtes Gewissen beiseiteschiebe und das Hörnchen aufnehme um es runterzuschlucken, sehe ich im noch sicheren Abstand den Husky auf der anderen Seite der Brücke lang schlendern, ganz so als ob nix wäre. Hallo, Rumble in the Jungle, hätte ich dieses Eis nicht in der Schnauze gehabt, na dann hätte der sich aber mal ganz warm anziehen können. Ich war so aufgeregt und wusste gar nicht, was ich zuerst machen sollte: knurren, Pelz sträuben, schaben und so kam es übel, ich ließ das Eis fallen und als ich mich gerade kampfbereit mache, sehe ich, wie der Husky schon an mir vorbei am anderen Ende der Brücke entspannt in den Park einbiegt. Um das Desaster abzurunden sieht Frauchen das ausgespukte Eis und schimpft und ich stehe da und denke nur, was für ein übler Tag. Qualen nach den Wahlen müssen wohl auch die Amerikaner ertragen, die sich wegen der Übersprungshandlung Trump jetzt ne Menge anhören können. Schlimm ist nur, dass das Übel überall ist auf der Welt und auch wenn es klein ist, es ist übel. Ich kann nur hoffen, dass die Amerikaner jetzt nicht jeden Tag Trockenfutter bekommen oder ihren Regenmantel tragen müssen, auch wenn es nicht regnet. Süßigkeiten sind sowieso vorbei, jetzt gibt es wahrscheinlich nur noch Saures. Allerdings denke ich, dass man nicht so streng sein darf mit den Amerikanern, denn hier könnte alles genauso kommen. Im näheren Europaumfeld haben wir doch auch schon so ein paar gewählte Übel, die viele Menschen quälen. Zum Glück habe ich von Politik keine Ahnung, ich muss es nur irgendwie schaffen, dass dieses Trockenfutter verschwindet. Es soll doch da in Amerika so große Zauberer in Las Vegas geben. Die können sogar Tiger wegzaubern. Vielleicht schreibe ich denen mal. Das Futter bewegt sich ja noch nicht mal und ich hätte hier ganz in meiner Nähe auch noch einen Husky, den könnten sie dann auch gerne für ihre Zaubertricks haben. Der verträgt sich bestimmt prächtig mit den Tigern. In diesem Sinne wähle ich jetzt mal mein kuscheliges Hundebettchen und entspanne mich von den Qualen des Alltages. Bis bald Eurer Rudi … weiterlesen